Zum Jahrestag der Stolpersteinsetzung für den einstigen Ratsherrn und KPD-Politiker Bernhard Alfrink haben 24 Kopi-Schüler:innen des EF-Geschichtskurses von Herrn Flohr am 10. November 2025 den Stolperstein am Rodder Damm 135 gereinigt, an Bernhard Alfrink gedacht und sich mit Fragen der demokratischen Teilhabe befasst. Die Aktion fand bewusst im Zusammenhang mit dem Gedenktag an die Novemberpogrome vom 9. November 1938 statt.
Bernhard Alfrink, der während der Nazi-Zeit wegen seiner Haltung gegen das Regime in das Konzentrationslager Esterwegen verschleppt wurde, überlebte Folter, KZ sowie Kriegsgefangenschaft und blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1957 Mitglied des Rates der Stadt Rheine. Mit kurzen Referaten erinnerten die Oberstufen-Schüler:innen an sein mutiges Engagement für Freiheit und Menschlichkeit.
Geschichtslehrer Serjoscha Flohr, der die Aktion initiierte, hat sich mit seinem Kurs intensiv mit Alfrinks Leben auseinandergesetzt. Entstanden ist dabei ein außergewöhnliches Projekt: Ein digitaler Zeitzeugen-Avatar, der mithilfe von KI-Technologie das Leben Bernhard Alfrinks in bewegtem Bild und Ton erfahrbar macht – eine neue Möglichkeit, Geschichte auf innovativer Weise lebendig zu halten und in die Gegenwart – ins Bewusstsein der Jugendlichen – zu holen.
„Die Vernetzung von Geschichte mit außerschulischen Lern- und Erinnerungsorten stärkt das Bewusstsein der Schüler:innen für Gegenwart und Demokratie. Lebendige Erinnerung weckt Haltung – und genau das brauchen wir heute mehr denn je. Demokratie ist kein Selbstläufer“, betont der Geschichtslehrer Serjoscha Flohr.
Neben der Reinigung soll der Stolperstein nun auch in die WDR-Stolperstein-App aufgenommen werden, damit Informationen zu Bernhard Alfrink künftig überall abrufbar sind – ein digitales Zeichen gegen das Vergessen.







